Hauptinhalt

Bibermanagement

/
(© Archiv Naturschutz LfULG, D. Synatzschke)

Biber bei der Nahrungsaufnahme an Land

/
(© Archiv Naturschutz LfULG, D. Synatzschke)

Biber am Fraßplatz

/
(© Archiv Naturschutz LfULG, D. Synatzschke)

Nagespuren des Bibers (Biberschnitte)

/
(© H. Lueg)

Vom Biber geschaffene Landschaft

/
(© J. Meißner)

Biberbau und -damm

/
(© J. Meißner)

Biberdamm

/
(© Archiv Naturschutz LfULG, J. Radke)

schwimmender Biber

Der streng geschützte Biber ist an Gewässer und -ufer gebunden. Biber leben im Familienverband und besiedeln Reviere. Die Jungtiere sind im ersten Lebensjahr von ihren Eltern abhängig. Durch das Errichten von Dämmen sind Biber in der Lage, den Wasserstand des Wohngewässers aktiv zu regulieren. Hierdurch können neue Lebensräume für eine Vielzahl bedrohter Tier- und Pflanzenarten geschaffen werden. Der Biber kann zudem positive Beiträge zur Gewässerrenaturierung und Wasserrückhaltung leisten.

Jedoch ist der Biber auch in der Lage, wirtschaftliche Schäden unter anderem durch Überstauung von Nutzflächen, Errichtung von Abflussbarrieren an Gewässern und wasserbaulichen Anlagen sowie infolge seiner Grabetätigkeit zu verursachen. Dadurch kann er in einer intensiv genutzten Kulturlandschaft mit verschiedenen Interessen an der Landnutzung in Konflikt geraten (insbesondere Land-, Forst-, Fischereiwirtschaft, öffentliche Sicherheit wie Hochwasserschutz und Verkehrssicherung, Schutz des Eigentums etc.).

Das übergeordnete Ziel des Bibermanagements ist, den günstigen Erhaltungszustand der sächsischen Biberpopulation beizubehalten und dabei aber auch auf eine Minimierung der Konflikte mit der Landnutzung zu achten. Mit einem proaktiven Bibermanagement wird im Freistaat Sachsen die Strategie verfolgt, einen bestmöglichen Ausgleich zwischen Schutzverpflichtungen und Landnutzungsinteressen herbeizuführen. Konflikte gilt es möglichst in frühen Stadien zu entschärfen. Das gelingt nur durch eine auf den Einzelfall bezogene Vorgehensweise unter Einbeziehung spezieller Sachkunde.

Beratung bei Problemen

Bild zeigt einen Biberdamm mit Wasserdurchbruch

© H. Lueg

Prävention/Anpassung

zeigt einen Zaun als Grabeschutz gegen den Biber

© J. Meißner

Fördermöglichkeiten

Bild zeigt einen Biberdamm

© Archiv Naturschutz LfULG, D. Synatzschke

Schadensausgleich

© Archiv Naturschutz LfULG, N. Schiwora

Vergrämung/Entnahme

© Archiv Naturschutz LfULG, N. Schiwora

Schutzstatus und Verantwortlichkeit

Der Biber (Castor fiber) gehört zu den Arten, die aufgrund europäischen Rechts (Fauna-Flora-Habitat (FFH)-Richtlinie) einem strengen Schutz unterliegen und für die FFH-Gebiete auszuweisen sind. Die Art befindet sich seit Beginn der systematischen FFH-Berichterstattung (Berichtsperiode ab dem Jahr 2001) in Sachsen in einem günstigen Erhaltungszustand.

Der Freistaat Sachsen hat eine besondere europäische Verantwortlichkeit für die Erhaltung der Unterart Elbebiber (Castor fiber albicus), da große Teile des Vorkommensgebietes in Sachsen liegen. Der Elbebiber stand durch intensive Verfolgung und Krankheiten bereits am Rand des Aussterbens. Ausgehend von den Restbeständen an Mulde und Elbe hat sich sein Verbreitungsgebiet auf natürliche Weise wieder ausgedehnt und erstreckt sich heute über alle Landkreise und kreisfreien Städte Sachsen außerhalb der Oberlausitz. Die Oberlausitz wird seit 1999 von Bibern wiederbesiedelt, die aus Osteuropa stammen.

Ansprechpartner zum Bibermanagement in den Landkreisen

Heft und Postkarte zum Biber

Biologische Vielfalt in Sachsen - Biber

Im Heft des Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) ist Wissenswertes zum Biber enthalten.


Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft

Informationen zum Heidebiber

Naturreich Dübener Heide - Der Heidebiber

Unter »Info rundum den Biber« kann die Broschüre des Naturparks Dübener Heide zum Heidebiber heruntergeladen werden.


Naturpark Dübener Heide

Kontakt

Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Referat 62: Artenschutz, Auen und Moore

Dr. Ulrich Zöphel

Telefon: (03731) 294-2214

E-Mail: Ulrich.Zoephel@lfulg.sachsen.de

Webseite: https://www.lfulg.sachsen.de/

zurück zum Seitenanfang