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Mitmachaktion Wechselkröte in Sachsen

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(© Archiv Naturschutz LfULG, B. Hartung)

Paarung der Wechselkröte im Laichgewässer

Paarung der Wechselkröte
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(© Archiv Naturschutz LfULG, D. Synatzschke)

Wechselkröte

Bild einer Wechselkröte
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(© Archiv Naturschutz LfULG, H. Rank)

Wechselkröte

Bild einer Wechselkröte
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(© A. Westermann)

Rufende Wechselkröte, zu sehen ist hier auch die Schallblase der Wechselkröte

Rufende Wechselkröte, zu sehen ist auch die Schallblase
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(© Archiv Naturschutz LfULG, D. Synatzschke)

Claim der Mitmachaktion Wechselkröte

Claim der Mitmachaktion Wechselkröte des Sächsischen Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie

Auf dieser Internetseite finden Sie oben den Link zum Meldeformular sowie weitere Informationen.
Bitte geben Sie im Meldeformular

  • Name
  • E-Mail-Adresse
  • Artname
  • Fundort (zum Beispiel Adresse oder Rechts- und Hochwert mit Angabe Koordinatensystem)

ein und schicken Sie ein Bild der von Ihnen beobachteten Wechselkröte.

Die Urheberrechte des Bildes verbleiben beim Bildautor. Das Bild und Ihre E-Mail-Adresse werden nicht an Dritte weitergegeben. Ihr Name wird für die weitere Bearbeitung des Fundes benötigt und zusammen mit den Fundinformationen in der Zentralen Artdatenbank des LfULG abgelegt. Im Meldeformular können Sie auch eine Karte, in der der Fundort markiert ist, als Datei anfügen.

Auch folgende Art ist gefährdet:

  • Kreuzkröte (Epidalea calamita)

Kreuzkröten sind kleiner und anhand ihrer gelben Rückenlinie gut von den anderen Krötenarten zu unterscheiden. Haben Sie auch diese Art entdeckt?
Dann melden Sie uns bitte ebenfalls den Fundort!

Kreuzkröten bei der Paarung
Kreuzkröten bei der Paarung  © Archiv Naturschutz LfULG, G. Fünfstück
Paarung von Wechselkröten; Männchen oben, Weibchen unten. © Archiv Naturschutz LfULG, B. Hartung

Die Wechselkröte (Bufotes viridis) ist ein Froschlurch mit einem dunkelgrünen bis bräunlichen Fleckenmuster auf weißlich-cremefarbenem Untergrund. Sie hat die Fähigkeit, ihre Färbung der Umgebung anzupassen.

Erkennungsmerkmale sind:

  • bis zu zehn Zentimeter lang
  • auffallendes (dunkel)grünes bis bräunliches Fleckenmuster auf dem Rücken mit deutlich abgegrenzten Flecken
  • Bauch meist grau und weniger deutlich gefleckt
  • Iris grünlich

Die Männchen sind meist kleiner, besitzen an der Kehle eine Schallblase und machen während der Paarungszeit mit ihren melodischen, trillernden Rufen auf sich aufmerksam.

Paarung von Erdkröten © Archiv Naturschutz LfULG, H. Blümel

Achtung:
Die Wechselkröte kann mit der Kreuzkröte verwechselt werden. Kreuzkröten haben jedoch in der Regel eine schmale gelbe Rückenlinie, die der Wechselkröte zumeist fehlt. Seltener kommt es zu Verwechselungen mit unserer häufigsten Krötenart, der Erdkröte (Bufo bufo), die sich aber schon durch ihre Grundfärbung deutlich unterscheidet. Die Oberseite der Erdkröten ist meist grau- bis rotbraun, die Unterseite ist schmutzigweiß mit grau-schwarzen Sprenkeln. Erdkröten besitzen keine Schallblase. Die Iris ist kupferfarben bis rotgolden gefärbt.

Verbreitung der Wechselkröte in Sachsen in unterschiedlichen Zeitabschnitten
Verbreitung der Wechselkröte in Sachsen in unterschiedlichen Zeitabschnitten  © Artdatenbank LfULG

Die Wechselkröte ist eine Offenland- und Pionierart, die in sonnenreichen, trockenwarmen Lebensräumen mit grabfähigem Boden und lückiger Vegetation vorkommt. Sie lebt gerne im besiedelten Raum, beispielsweise in Gärten, in Flussauen und in Sand-, Kies- und Tongruben. Sie fühlt sich besonders in kleinen Teichen und Tümpeln wohl, die nicht oder nur spärlich mit Pflanzen bewachsen sind. In ländlichen Siedlungen sollte sie in Dorf- und Gartenteichen oder in deren Nähe zu beobachten sein. Sie bevorzugt Gewässer mit flach auslaufenden Ufern.
Das Verbreitungsgebiet der Wechselkröte erstreckt sich in einem breiten Band über das sächsische Tief- und Hügelland vom Oberlausitzer Heide- und Teichgebiet bis zum Leipziger Land. Außerdem wird die gesamte Elbeniederung einschließlich Oberes Elbtal besiedelt. Nur wenige Fundpunkte der Art in Sachsen liegen oberhalb von 300 m ü. NN. Dies könnte sich aber mit der fortschreitenden Klimaerwärmung verschieben.
Durch das breite Lebensraumspektrum war die Wechselkröte in Sachsen relativ weit verbreitet, die Fundmeldungen gingen aber in den letzten zwei Jahrzehnten deutlich zurück.

Dorfteich bei Leipzig. Früher waren Dorfanger mit Gänseteich und angrenzender Gänseweide typische Lebensräume.
Dorfteich bei Leipzig. Früher waren Dorfanger mit Gänseteich und angrenzender Gänseweide typische Lebensräume.  © Archiv Naturschutz LfULG, W. Fiedler

Die Wechselkröte ist in Sachsen stark gefährdet. Sie gehört als Art des Anhangs IV der FFH-Richtlinie zu den streng geschützten Arten. Allein mit ihrem rechtlichen Schutz ist der Art jedoch nicht geholfen. Für einen wirksamen Schutz muss ein weiterer Verlust geeigneter Laichgewässer und Landlebensräume verhindert werden.

Kleingewässer sind zu erhalten oder sollen neu angelegt werden.
Ideale Laichgewässer für die Wechselkröte sind:

  • mindestens 10 m² große und bis zu 40 cm tiefe Laichmulde
  • mit einem hohen Anteil von Flachwasserbereichen
  • ohne oder nur mit wenig niedrigen Pflanzen
  • die meiste Zeit des Tages gut besonnt, damit sie sich rasch erwärmen können
  • in der Regel ohne Zu- und Abfluss, zumeist ausschließlich von Niederschlägen gespeist
  • fischfrei und frei von sonstigen Nutzungen

Wichtige Maßnahmen im Landlebensraum sind:

  • die Umgebung der Laichgewässer nach Bedarf mähen oder beweiden, im Herbst/Winter auch entbuschen oder Gehölze auslichten
  • Erhalt oder Anlage von Versteckmöglichkeiten wie Erd-, Sand- und Steinhaufen
  • Verzicht auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln im Siedlungsbereich und Reduzierung des Einsatzes auf landwirtwirtschaftlichen Flächen

 

aktuelle Rasterverbreitungskarte

Darstellung über iDA - dem Datenportal für Sachsen

weitere Informationen

Wir können die Wechselkröte nur gemeinsam schützen!
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