FuE-Projekt zum Artenschutz an Gebäuden
Schutz gebäudebewohnender Fledermäuse und Vögel
Projektlaufzeit: 03/2022 bis 06/2025
Projektziele
- Evaluierung bisherige Ausgleichsmaßnahmen für wichtige gebäudebewohnende Arten in repräsentativem Umfang und insbesondere im Zusammenhang mit energetischen Sanierungen.
- Durchführung strukturierter Interviews, um Erfahrungen aus der Praxis zusammenzutragen und aufzubereiten, wie die strengen gesetzlichen Vorgaben im Arten bei der Planung und Realisierung von Baumaßnahmen an Gebäuden zu berücksichtigen sind.
- Durchführung von Erfolgskontrollen an ausgewählter Ersatzmaßnahmen vor Ort.
- Erarbeitung eines Leitfadens, der für Behörden und Bauherren folgende Fachthemen abhandelt: Rechtsgrundlagen, Übersicht zu Vorkommen und Ökologie der Fledermaus- und Vogelarten, Gefährdungen und Beeinträchtigungen durch Gebäudesanierung, Erfassung der Vorkommen, Vermeidung-, Minderungs- und Ausgleichsmaßnahmen einschließlich deren Planung und Umsetzung, Erfolgskontrolle.
Projektergebnisse
- Durch umfängliche Erhebungen wurde ein bisher einzigartiger Kenntnisstand zur Funktionalität von Quartierangeboten für Fledermaus- und Vogelarten aufbereitet.
- Umfangreiche Erfahrungen aus der Begleitung von Abriss- und Sanierungsmaßnahmen liegen zugrunde. Einerseits wurden einschlägige Daten und Erkenntnisse von Fachkollegen ausgewertet, anderseits gezielt Daten zur Annahme verschiedener Kastentypen erhoben.
- Im Ergebnis konnten so mehrere Tausend Datensätze zu besetzten Einbausteinen, Aufputzkästen, Ständerquartieren und konstruktiven Quartierschaffungen in Sachsen ausgewertet und bilanziert werden.
- Aus den Ergebnissen werden artspezifische Handlungsempfehlungen und Kompensationsmaßnahmen abgeleitet.
- Unter anderem wird auf Untersuchungsstandards, Maßnahmen zur Fehlervermeidung, Vergrämung sowie den Quartiererhalt oder -ersatz eingegangen. Zahlreiche Praxisbeispiele und Bilddokumente verdeutlichen die Zusammenhänge
- Der Leitfaden offenbart praktische Lösungsansätze und vermittelt Standards, wie Artenschutzbelange erfolgreich in Bauvorhaben integriert werden können, mit denen auch eine Akzeptanz bei Bauherren, Gebäudenutzern und anderen beteiligten Fachbereichen erreicht werden kann.